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Google Search Console für Kanzleien: Die vier Zahlen, die zählen

Die Search Console zeigt kostenlos, wie Google Ihre Kanzleiwebsite sieht. Welche vier Zahlen für Kanzleien zählen, wie Sie sie lesen und welche Werte in die Irre führen.

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Leistungsbericht der Google Search Console für eine Kanzleiwebsite mit dem Filter „ohne Kanzleiname“, Verlauf von Impressionen und Klicks über zwölf Monate, vier Kennzahlen, von denen die durchschnittliche Position durchgestrichen ist, daneben eine Liste nicht indexierter Seiten mit einer markierten Rechtsgebietsseite und ein Hinweis, dass die Property auf das Konto der Kanzlei läuftKI-generiert
Inhalt
  1. 1Was die Google Search Console für Kanzleien zeigt und was nicht
  2. 2Einrichten: auf den Namen der Kanzlei
  3. 3Die vier Zahlen, die für Kanzleien zählen
  4. 4Was die durchschnittliche Position verschweigt
  5. 5KI-Übersicht und AI Mode in der Search Console
  6. 6Zwanzig Minuten im Monat: so lesen Sie den Bericht
  7. 7Häufige Fragen
  8. 8Quellen

Fast jede Kanzleiwebsite hat einen Zugang zur Google Search Console, eingerichtet beim Bau der Seite und danach nie wieder geöffnet. Dabei ist die Search Console die einzige Quelle, in der Google selbst sagt, bei welchen Suchanfragen Ihre Kanzlei erscheint und wie oft daraus ein Klick wird. Wer sie öffnet, sieht allerdings ein Diagramm mit vier Linien, Tabellen mit Hunderten Zeilen und einen Bereich voller Fehlermeldungen. Welche Zahlen in der Google Search Console zählen für eine Kanzlei wirklich, und welche können Sie getrost ignorieren?

Was die Google Search Console für Kanzleien zeigt und was nicht

Die Google Search Console zeigt, wie Google eine Website in der Suche darstellt. Der wichtigste Teil ist der Leistungsbericht. Er enthält laut Search Console-Hilfe vier Messwerte:

Messwert Bedeutung Für Kanzleien relevant?
Klicks Wie oft jemand in den Suchergebnissen auf Ihre Website geklickt hat Ja, aufgeteilt nach Suchanfragen
Impressionen Wie oft Ihre Website in den Suchergebnissen erschienen ist Ja, je Seite
Klickrate (CTR) Klicks geteilt durch Impressionen Ja, je Seite
Durchschnittliche Position Durchschnittlicher Rang Ihrer Website in den Ergebnissen Nur für einzelne Suchanfragen

Dazu kommen der Bericht zur Indexierung, der zeigt, welche Seiten Google erfasst hat, die Prüfung einzelner Adressen und Berichte zu Ladezeit, Links und Sitemaps.

Genauso wichtig ist, was die Search Console nicht zeigt. Sie misst keine Anfragen: Ob ein Besucher danach anruft oder das Formular abschickt, steht dort nicht. Sie erfasst nur die Google-Suche, nicht Bing, keine Anwaltsportale und keine Empfehlungen durch ChatGPT. Sie zeigt nicht alle Suchanfragen: Suchanfragen, die in zwei bis drei Monaten nur von wenigen Dutzend Menschen gestellt wurden, blendet Google aus Datenschutzgründen aus, wie Google im Search Central Blog erläutert. Gerade bei Kanzleien sind viele Suchanfragen so selten, dass ein spürbarer Teil der Klicks keiner Suchanfrage zugeordnet wird.

Zwei weitere Einschränkungen gehören dazu. Die Daten reichen 16 Monate zurück, ältere Werte sind in der Oberfläche nicht mehr abrufbar. Und die jüngsten Tage sind vorläufig und können sich noch ändern. Werten Sie deshalb nie die letzten zwei, drei Tage aus.

Einrichten: auf den Namen der Kanzlei

Der Zugang zur Search Console gehört der Kanzlei, nicht der Agentur und nicht dem Mitarbeiter, der die Website gebaut hat. Wer Inhaber der sogenannten Property ist, also der in der Search Console angemeldeten Website, entscheidet, wer die Daten sieht. Läuft sie auf ein fremdes Konto, verlieren Sie beim Wechsel des Dienstleisters die Daten der letzten 16 Monate, genau dann, wenn Sie sie für einen Relaunch brauchen.

So richten Sie es sauber ein:

  1. Domain-Property anlegen. Eine Domain-Property erfasst alle Varianten Ihrer Adresse, mit und ohne „www“, mit „http“ und „https“. Die Bestätigung erfolgt über einen Eintrag beim Domain-Anbieter, den Ihr Dienstleister oder Ihr Domain-Anbieter in wenigen Minuten setzt.
  2. Auf ein Google-Konto der Kanzlei. Nicht auf ein privates Konto eines Partners, das bei seinem Ausscheiden mitgeht.
  3. Dienstleister als Nutzer hinzufügen. Die Search Console unterscheidet zwischen Inhabern und Nutzern mit vollständigen oder eingeschränkten Rechten. Nutzerrechte lassen sich jederzeit entziehen.
  4. Sitemap einreichen. Die Sitemap ist eine Liste aller Seiten Ihrer Website. Eingereicht in der Search Console, findet Google neue Seiten schneller.

Prüfen Sie heute, auf wessen Konto Ihre Property läuft. Wenn Sie es nicht wissen, ist die Antwort fast immer: nicht auf Ihrem. Welche Rolle die Daten beim Wechsel der Website spielen, steht in Website-Relaunch: So bleiben Rankings erhalten.

Die vier Zahlen, die für Kanzleien zählen

Vier Zahlen reichen, um einmal im Monat zu entscheiden, ob die Website sich in die richtige Richtung entwickelt. Alle vier stehen in der Search Console, aber keine davon auf der Startseite des Berichts.

1. Klicks ohne den eigenen Kanzleinamen. Ein großer Teil der Klicks auf Kanzleiwebsites kommt von Menschen, die die Kanzlei schon kennen und ihren Namen eingeben. Diese Klicks zeigen Bekanntheit, nicht Auffindbarkeit. Setzen Sie im Leistungsbericht einen Filter auf Suchanfragen, die den Kanzleinamen und die Namen der Anwälte nicht enthalten. Was übrig bleibt, sind Menschen, die Sie über ein Anliegen gefunden haben. Diese Zahl ist die wichtigste der vier.

2. Impressionen der Rechtsgebiets- und Themenseiten. Impressionen steigen Monate vor den Klicks. Eine neue Themenseite erscheint zunächst auf hinteren Positionen, wird dort kaum angeklickt, aber gezählt. Filtern Sie den Bericht nach Seiten und vergleichen Sie die Impressionen Ihrer Rechtsgebiets- und Themenseiten mit dem Vorjahreszeitraum. Wachsende Impressionen sind das früheste Signal, dass Google eine Seite für relevant hält. Wie diese Seiten aufgebaut sind, steht in Rechtsgebietsseiten: Der wichtigste Baustein der Website.

3. Klickrate je Seite. Eine Seite mit vielen Impressionen und wenigen Klicks wird gesehen, aber nicht gewählt. Häufig liegt das an Titel und Beschreibung, die in den Suchergebnissen erscheinen. Prüfen Sie für diese Seiten, ob der Titel das Anliegen der Suchenden in deren Worten aufgreift. Google kann Titel und Beschreibung allerdings selbst umschreiben, eine Änderung ist deshalb ein Versuch, kein Schalter.

4. Wichtige Seiten, die nicht indexiert sind. Der Bericht zur Indexierung zeigt, welche Seiten Google aufgenommen hat und welche nicht, jeweils mit Grund. Viele Einträge unter „nicht indexiert“ sind harmlos, etwa alte Adressen mit Weiterleitung oder Seiten, die bewusst ausgeschlossen sind. Relevant ist nur eine Frage: Steht eine Ihrer Rechtsgebiets-, Themen- oder Anwaltsseiten darunter? Wenn ja, prüfen Sie diese Adresse mit der URL-Prüfung und klären den Grund.

Was die durchschnittliche Position verschweigt

Unsere Meinung: Die durchschnittliche Position der gesamten Website ist die irreführendste Zahl im Bericht und gehört nicht in einen Monatsreport.

Der Grund liegt in der Rechnung. Die Zahl mittelt über alle Suchanfragen, bei denen die Website erscheint. Bei einer Kanzleiwebsite sind das Hunderte, darunter viele, die nichts mit Mandaten zu tun haben: Suchen nach Begriffen aus einem Fachbeitrag, nach dem Namen eines Anwalts, nach einem Gesetz, nach der Adresse. Gewinnt die Website neue Sichtbarkeit bei Suchanfragen auf Position 40, sinkt der Durchschnitt, obwohl nichts schlechter geworden ist. Die Website erscheint nur bei mehr Suchanfragen als vorher.

Hinzu kommt, dass Ergebnisse personalisiert sind. Laut Search Console-Hilfe hängen sie von Uhrzeit, Ort, Gerät und Suchverlauf ab. Wer in Marburg sucht, sieht andere Ergebnisse als jemand in Frankfurt. Eine Position ist deshalb immer ein Durchschnitt über sehr unterschiedliche Situationen.

Sinnvoll ist die Position nur für einzelne Suchanfragen, die Ihnen wichtig sind. Legen Sie fünf bis zehn Suchanfragen fest, mit denen Mandanten Sie finden sollen, etwa „Anwalt Arbeitsrecht“ mit Ihrem Ort oder „Kündigung erhalten Anwalt“. Prüfen Sie für diese Suchanfragen die Position einmal im Monat, im Verlauf über mehrere Monate.

Zwei weitere Zahlen raten wir ab, isoliert zu betrachten. Die Gesamtzahl der Klicks steigt auch durch Markensuchen, etwa nach einem Zeitungsartikel über die Kanzlei, und sagt dann nichts über die Website. Und die Zahl der Fehlermeldungen im Bericht zur Indexierung beunruhigt viele Kanzleien grundlos, weil die meisten Einträge erwartbar sind.

KI-Übersicht und AI Mode in der Search Console

Seit 2026 zeigt die Search Console eigene Berichte für die KI-Funktionen der Google-Suche, also die KI-Übersicht über den Suchergebnissen und den AI Mode. Google hat die Berichte im Search Central Blog im Juni 2026 vorgestellt und nach eigener Angabe bis Ende August 2026 für alle Websites ausgerollt.

Die Berichte zeigen Impressionen, also wie oft Seiten Ihrer Website in diesen KI-Funktionen erschienen sind, aufgeteilt nach Seiten, Ländern und Zeitraum. Für Kanzleien ist das die erste Quelle von Google selbst, die zeigt, ob Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Zwei Einschränkungen sind wichtig. Die Daten sind laut Google zusätzlich im allgemeinen Leistungsbericht enthalten, die Impressionen aus beiden Berichten dürfen deshalb nicht addiert werden. Und Empfehlungen durch ChatGPT, Perplexity oder andere Assistenten erfasst die Search Console nicht. Wie Kanzleien in solchen Antworten erscheinen, beschreibt Wie ChatGPT und Google Kanzleien empfehlen.

Wir nutzen diese Berichte, um zu sehen, welche Fachbeiträge und Themenseiten in KI-Antworten erscheinen. Eine Aussage über Anfragen erlauben sie nicht.

Zwanzig Minuten im Monat: so lesen Sie den Bericht

Die Search Console braucht keinen täglichen Blick. Ein fester Termin im Monat reicht, mit diesem Ablauf:

  1. Zeitraum wählen: die letzten drei Monate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Vergleich mit dem Vormonat schwankt zu stark, unter anderem durch Feiertage und Ferien.
  2. Klicks ohne Kanzleinamen: Filter setzen, Entwicklung notieren.
  3. Impressionen der Rechtsgebiets- und Themenseiten: Tabelle nach Seiten, die fünf wichtigsten Seiten notieren.
  4. Seiten mit vielen Impressionen und niedriger Klickrate: eine Seite auswählen, deren Titel und Beschreibung überarbeitet werden.
  5. Indexierung: prüfen, ob eine wichtige Seite unter „nicht indexiert“ auftaucht.
  6. Position der festgelegten Suchanfragen: fünf bis zehn Werte notieren.

Dieser Bericht ersetzt nicht die Liste Ihrer Anfragen. Die Search Console zeigt, ob Menschen Ihre Website finden. Ob daraus Mandate werden, zeigt nur die eigene Erfassung, beschrieben in Tracking in der Kanzlei. Erst beides zusammen ergibt ein Bild: steigende Klicks ohne mehr Anfragen deuten auf die Seiten selbst, steigende Anfragen ohne mehr Klicks auf andere Kanäle.

Häufige Fragen

Häufige Fragen
  • Was kostet die Google Search Console?

    Die Google Search Console ist kostenlos. Sie benötigen nur ein Google-Konto und Zugriff auf die Einstellungen Ihrer Domain, um die Website zu bestätigen. Die Bestätigung über einen Eintrag beim Domain-Anbieter dauert in der Regel wenige Minuten. Kosten entstehen höchstens für die Zeit, die Sie oder ein Dienstleister für Einrichtung und monatliche Auswertung aufwenden.

  • Warum stimmen die Zahlen der Search Console nicht mit Google Analytics überein?

    Weil beide Werkzeuge Unterschiedliches messen. Die Search Console zählt Klicks in den Google-Suchergebnissen, Analytics zählt Besuche auf der Website aus allen Quellen. Hinzu kommt, dass Analytics je nach Einwilligung einen Teil der Besucher nicht erfasst. Deutliche Abweichungen sind deshalb normal und kein Fehler in der Einrichtung. Vergleichen Sie Entwicklungen innerhalb eines Werkzeugs, nicht absolute Werte zwischen beiden.

  • Wie lange speichert die Search Console Daten?

    Der Leistungsbericht zeigt die Daten der letzten 16 Monate. Ältere Werte sind in der Oberfläche nicht mehr abrufbar. Wer längere Vergleiche braucht, etwa für einen Relaunch oder einen Jahresvergleich über mehrere Jahre, exportiert die wichtigsten Tabellen einmal im Quartal. Beachten Sie, dass Tabellen in der Oberfläche auf 1.000 Zeilen begrenzt sind.

  • Wie lange dauert es, bis eine neue Seite in der Search Console erscheint?

    Meist einige Tage bis wenige Wochen, abhängig davon, wie schnell Google die Seite findet und erfasst. Eine eingereichte Sitemap und interne Links von bestehenden Seiten beschleunigen das Auffinden. Mit der URL-Prüfung sehen Sie für jede einzelne Adresse, ob sie bereits indexiert ist, und können die Erfassung beantragen. Erste Impressionen folgen nach der Indexierung.

  • Übernimmt Hauck Studio die Auswertung der Search Console?

    Ja, im Paket Organisches Wachstum, einer laufenden Betreuung. Wir richten die Search Console auf ein Konto der Kanzlei ein, arbeiten mit Nutzerrechten und werten die Daten monatlich aus. Die Ergebnisse stehen im Monatsreport, zusammen mit den Anfragen je Kanal, im Quartal besprechen wir sie im Strategie-Call. Den passenden Rahmen klären wir im Erstgespräch. Details stehen auf der Seite zu SEO für Anwälte.

Quellen

Quellen

Dokumentation von Google

Alle Fundstellen zuletzt geprüft am 02.11.2026.

Dieser Beitrag behandelt die Auswertung von Suchdaten und stellt keine Rechtsberatung dar. Ob und in welchem Umfang Dienstleistern Zugriff auf Konten und Daten der Kanzlei eingeräumt wird, entscheidet die Kanzlei im Einzelfall. Die beschriebenen Funktionen beruhen auf der Dokumentation von Google (Stand November 2026) und können sich ändern.

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Wir sehen uns Ihre Website und Ihre Sichtbarkeit an und sagen Ihnen offen, wo der größte Hebel liegt und was gerade nicht sinnvoll ist.

Unverbindlich · ca. 30 Minuten · direkt mit Jan Niklas Hauck