Wer heute einen Anwalt sucht, fragt Google, schaut auf die Karte oder lässt sich von ChatGPT drei Kanzleien nennen. Ob Ihre Kanzlei dabei auftaucht, sehen Sie im Alltag kaum, denn wenn Sie selbst nach Ihrem Namen suchen, finden Sie sich immer. Mandanten suchen aber nach „Anwalt Arbeitsrecht Gießen“ oder „Kündigung erhalten, was tun“. Genau diese Frage beantwortet der Kanzlei-Sichtbarkeits-Check 2027: Werden Sie gefunden, wenn jemand Sie noch nicht kennt?
Was der Kanzlei-Sichtbarkeits-Check 2027 prüft
Der Kanzlei-Sichtbarkeits-Check ist ein kostenloses Werkzeug der Hauck Studio GmbH für Anwaltskanzleien. Sie geben Kanzleinamen und Ort ein, das Ergebnis steht in unter zwei Minuten. Der Check zieht Daten aus mehreren Plattformen und Messverfahren zusammen, stellt dieselben Suchanfragen, die auch Mandanten stellen, und wertet zusätzlich die öffentlich sichtbaren Inhalte Ihrer Website aus. Statt einzelner Stichproben entsteht so ein Gesamtbild aus sechs Prüfpunkten, jeweils im Vergleich mit Kanzleien in Ihrer Umgebung.
| Prüfpunkt | Was der Check ansieht |
|---|---|
| Google-Platzierungen | Treffer je Rechtsgebiet und Ort |
| KI-Sichtbarkeit | ChatGPT und Googles KI-Modus |
| Lokales SEO | Unternehmensprofil und Kanzleien in der Umgebung |
| Website-Inhalte | Rechtsgebietsseiten, Anwaltsprofile, FAQ |
| Kontaktwege | Telefon, Formular, Terminbuchung, Erreichbarkeit am Abend |
| Ladezeit | Ladezeit auf dem Handy |
Das erste Ergebnis sehen Sie ohne Anmeldung. Den vollständigen Report mit Bewertung je Prüfpunkt und konkreten Empfehlungen schalten Sie mit Name und E-Mail-Adresse frei. Geprüft werden ausschließlich öffentliche Daten, ein Zugang zu Ihrer Website oder Ihrem Google-Konto ist nicht nötig.
Warum Sichtbarkeit über Mandate entscheidet
Sichtbarkeit einer Kanzlei ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein potenzieller Mandant sie findet, bevor er ihren Namen kennt. Sie entsteht nicht an einer Stelle, sondern an mehreren gleichzeitig: in den normalen Google-Ergebnissen, in der Kartenansicht, in KI-Antworten und am Ende auf der Website selbst, wo aus einem Besuch eine Anfrage werden soll.
Eine Kanzlei kann bei Google auf Platz zwei stehen und trotzdem keine Anfragen bekommen, weil die Website auf dem Handy acht Sekunden lädt oder abends niemand erreichbar ist. Umgekehrt hilft das beste Kontaktformular nichts, wenn die Seite gar nicht erst gefunden wird. Deshalb betrachtet der Check Sichtbarkeit als Kette aus sechs Gliedern, und die schwächste Stelle bestimmt das Ergebnis.
Die sechs Prüfpunkte, und wie Sie sie selbst testen
Wer die Stunde investieren will, kann jeden Punkt auch ohne Werkzeug prüfen. Öffnen Sie für die Suchen ein privates Browserfenster, so beeinflusst Ihr eigener Suchverlauf das Ergebnis weniger.
1. Google-Platzierungen. Suchen Sie nach Ihren zwei bis drei wichtigsten Rechtsgebieten in Kombination mit Ihrem Ort, etwa „Anwalt Familienrecht Marburg“. Notieren Sie, auf welcher Position Ihre Website erscheint. Alles unterhalb der ersten Seite wird praktisch nicht angeklickt.
2. KI-Sichtbarkeit. Fragen Sie ChatGPT: „Welche Kanzlei für Arbeitsrecht in [Ihr Ort] können Sie empfehlen?“ Wiederholen Sie das mit einer zweiten Formulierung, denn KI-Antworten schwanken. Wie Assistenten Kanzleien auswählen, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Wie ChatGPT und Google Kanzleien empfehlen.
3. Lokales SEO. Schauen Sie bei derselben Suche auf die Kartenansicht. Google zeigt dort in der Regel drei Kanzleien. Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmensprofil dabei ist, ob Kategorie, Öffnungszeiten und Website stimmen und wie viele Bewertungen Ihre Nachbarn im Vergleich haben. Details im Beitrag Lokale SEO für Kanzleien.
4. Website-Inhalte. Hat jedes Rechtsgebiet, mit dem Sie Mandate gewinnen wollen, eine eigene Seite? Gibt es Anwaltsprofile mit Schwerpunkten und Antworten auf typische Mandantenfragen? Eine Übersichtsseite „Unsere Rechtsgebiete“ mit zehn Stichworten reicht Google und den Assistenten in der Regel nicht.
5. Kontaktwege. Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy und versuchen Sie, innerhalb von zehn Sekunden anzurufen oder ein Formular abzuschicken. Prüfen Sie außerdem, was passiert, wenn jemand um 19 Uhr anfragt. Unsere Meinung: Das ist der am meisten unterschätzte Prüfpunkt, weil er sich oft mit dem geringsten Aufwand beheben lässt.
6. Ladezeit. Geben Sie Ihre Adresse bei PageSpeed Insights ein und schauen Sie auf den Wert für Mobilgeräte. Google bewertet die Ladezeit als gut, wenn der größte sichtbare Inhalt nach höchstens 2,5 Sekunden erscheint.
Wo ein Selbsttest an Grenzen stößt
Ein Selbsttest zeigt eine Momentaufnahme aus Ihrer Perspektive. Google personalisiert Ergebnisse nach Standort und Gerät, sodass ein Mandant am anderen Ende der Stadt ein anderes Bild sieht als Sie im Büro. KI-Antworten ändern sich von Anfrage zu Anfrage. Und ohne Vergleich wissen Sie nicht, ob Position sechs in Ihrem Rechtsgebiet gut oder schlecht ist. Der Check löst das, indem er neutral misst und Ihre Kanzlei neben die Kanzleien in Ihrer Umgebung stellt.
Auch der Check hat Grenzen, und die nennen wir offen. Er sieht nur öffentliche Daten. Ob Ihre Kanzlei Anfragen tatsächlich in Mandate verwandelt, wie viele Anrufe eingehen oder welche Mandate sich wirtschaftlich lohnen, kann kein Werkzeug von außen messen. Dafür braucht es Tracking auf der eigenen Website und ein Gespräch. Der Check beantwortet die Frage, ob Sie gefunden werden. Ob sich das rechnet, ist der nächste Schritt. Die Empfehlungen aus dem Report können Sie selbst umsetzen. Wenn Sie möchten, besprechen wir sie mit Ihnen beziehungsweise übernehmen die Umsetzung im Rahmen der laufenden Betreuung.
Häufige Fragen
Häufige FragenWas kostet der Kanzlei-Sichtbarkeits-Check 2027?
Der Kanzlei-Sichtbarkeits-Check ist kostenlos. Sie geben Kanzleinamen und Ort ein und sehen das erste Ergebnis ohne Anmeldung. Für den vollständigen Report mit Bewertung je Prüfpunkt und Empfehlungen geben Sie Name und E-Mail-Adresse an. Geprüft werden ausschließlich öffentlich zugängliche Daten, ein Zugang zu Ihrer Website oder Ihrem Google-Konto ist nicht nötig.
Warum finde ich meine Kanzlei bei Google, Mandanten aber nicht?
Weil Sie vermutlich nach Ihrem Kanzleinamen suchen und Google zusätzlich Ihren Suchverlauf berücksichtigt. Mandanten suchen nach Rechtsgebiet und Ort, etwa „Anwalt Erbrecht Kassel“. Für diese Suchen braucht die Website eigene Seiten je Rechtsgebiet und ein gepflegtes Unternehmensprofil. Der Check stellt deshalb genau diese Suchanfragen, nicht die nach Ihrem Namen.
Wie schnell muss eine Kanzleiwebsite laden?
Google bewertet eine Seite als gut, wenn der größte sichtbare Inhalt nach höchstens 2,5 Sekunden erscheint. Maßgeblich ist der Wert auf dem Handy, weil dort die meisten Erstsuchen nach einem Anwalt stattfinden. Der Check misst diesen Wert, prüfen können Sie ihn auch selbst mit Google PageSpeed Insights. Häufige Ursachen für lange Ladezeiten sind große Bilder, viele Schriftarten und eingebundene Fremdinhalte wie Karten oder Videos.
Wie oft sollte eine Kanzlei ihre Sichtbarkeit prüfen?
Wir empfehlen eine Prüfung einmal pro Quartal sowie nach jeder größeren Änderung an der Website oder am Google-Unternehmensprofil. Platzierungen verschieben sich langsam, KI-Antworten dagegen schneller. Den Check können Sie beliebig oft wiederholen. Wer laufend Inhalte veröffentlicht, sollte zusätzlich monatlich in die Google Search Console schauen.
Übernimmt die Hauck Studio GmbH die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Report?
Ja. Im Paket Organisches Wachstum bauen wir die Website neu auf und entwickeln Rechtsgebietsseiten, lokales SEO, KI-Sichtbarkeit und Ladezeit danach Monat für Monat weiter, mit festem Ansprechpartner und Monatsreport. Die Ergebnisse aus dem Check sind ein guter Ausgangspunkt für das Erstgespräch, Details auf der Seite zur Zusammenarbeit.
Dieser Beitrag behandelt Website und Marketing von Kanzleien und stellt keine Rechtsberatung dar.



