Kanzlei-Website

Was kostet eine Kanzleiwebsite? Drei Modelle, laufende Kosten und die Posten, die in Angeboten fehlen

Baukasten, Einmalprojekt oder laufende Betreuung: Die Preise für Kanzleiwebsites liegen weit auseinander. Welche Posten dazugehören und welche oft fehlen.

Geschäftsführer

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Drei-Jahres-Rechnung einer Kanzleiwebsite mit Posten für Erstellung, Hosting, Änderungen, Texte und Fotos, daneben ein Vergleich der drei Modelle Baukasten, Einmalprojekt und laufende Betreuung sowie eine Prüfliste mit Posten, die im Angebot fehlenKI-generiert
Inhalt
  1. 1Was kostet eine Kanzleiwebsite? Drei Modelle im Überblick
  2. 2Welche Kosten in Angeboten für Kanzleiwebsites oft fehlen
  3. 3Kanzleiwebsite über drei Jahre gerechnet
  4. 4Wann ein Baukasten oder ein Einmalprojekt für Ihre Kanzlei genügt
  5. 5Was ein Angebot für laufende Betreuung klären muss
  6. 6Häufige Fragen

Wer drei Angebote für eine neue Kanzleiwebsite einholt, bekommt selten drei vergleichbare Zahlen. Das eine Angebot nennt einen Pauschalpreis für die Erstellung, das zweite einen Monatsbetrag, das dritte einen Stundensatz und eine Schätzung. Was danach an Kosten für Hosting, Änderungen und neue Inhalte folgt, steht oft in keinem davon. Die Frage, was eine Kanzleiwebsite kostet, lässt sich deshalb nur beantworten, wenn alle Posten auf dem Tisch liegen. Womit sollten Kanzleien also realistisch rechnen, und woran erkennen Sie ein vollständiges Angebot?

Was kostet eine Kanzleiwebsite? Drei Modelle im Überblick

Eine Kanzleiwebsite kostet zwischen wenigen hundert Euro im Jahr für einen selbst gepflegten Baukasten und einem vierstelligen Monatsbetrag für eine laufende Betreuung mit Neubau. Die Spanne ist so groß, weil die drei Modelle sehr unterschiedliche Leistungen enthalten. Ein Preisvergleich ist nur innerhalb eines Modells sinnvoll.

Baukasten / Selbstbau Einmalprojekt mit Agentur Laufende Betreuung mit Neubau
Erstellung eigene Zeit Pauschale, nach unserer Einschätzung meist 4.000 bis 12.500 Euro im Monatspreis enthalten
Laufend Tarif, nach unserer Einschätzung meist 10 bis 40 Euro im Monat Hosting und Wartung, Änderungen nach Aufwand fester Monatspreis, meist mit Mindestlaufzeit
Texte und Inhalte selbst oft nur teilweise enthalten in der Regel enthalten
Weiterentwicklung selbst neues Angebot je Maßnahme Teil der Leistung
Typischer Fall Einzelkanzlei mit Empfehlungsgeschäft Kanzlei mit klarer Struktur und eigener Pflege Kanzlei, die über die Website gezielt Mandate gewinnen will

Alle Spannen in dieser Tabelle sind Schätzwerte, keine zugesagten Preise. Sie verschieben sich deutlich mit dem Umfang, etwa der Zahl der Rechtsgebiete, Standorte und Berufsträger.

Baukasten. Sie mieten ein Website-System mit Vorlagen und bauen die Seite selbst. Das ist die günstigste Lösung in Euro und die teuerste in eigener Zeit. Texte, Struktur, Fotos und Technik liegen vollständig bei Ihnen.

Einmalprojekt. Eine Agentur oder ein Freelancer erstellt die Website zu einem Pauschalpreis und übergibt sie. Danach zahlen Sie Hosting und Wartung, jede inhaltliche Erweiterung wird neu angeboten. Das Modell passt, wenn die Kanzlei die Website danach selbst pflegt oder kaum verändert.

Laufende Betreuung mit Neubau. Der Dienstleister baut die Website und entwickelt sie danach monatlich weiter. Die Erstellung wird über die Laufzeit verteilt, im Gegenzug binden Sie sich für eine Mindestlaufzeit. Das Modell rechnet sich nur, wenn die laufende Arbeit tatsächlich gebraucht wird.

Welche Kosten in Angeboten für Kanzleiwebsites oft fehlen

Die meisten Überraschungen entstehen nicht beim Preis, sondern bei Posten, die das Angebot gar nicht nennt. Prüfen Sie jedes Angebot gegen diese Liste:

  1. Texte für die Rechtsgebietsseiten. Eine Seite pro Rechtsgebiet mit eigenem Text ist der wichtigste Baustein einer Kanzleiwebsite. Viele Angebote setzen voraus, dass die Kanzlei die Texte liefert. Warum diese Seiten so viel Gewicht haben, erklärt Rechtsgebietsseiten: Der wichtigste Baustein der Website.
  2. Porträtfotos. Ein Fotograf für Team- und Profilbilder ist selten im Website-Preis enthalten.
  3. Hosting, Updates und Sicherheit. Websites auf verbreiteten Systemen brauchen regelmäßige Updates. Wartungsverträge dafür liegen nach unserer Einschätzung zwischen 50 und 300 Euro im Monat, je nach Umfang und Reaktionszeit.
  4. Rechtstexte und Einwilligungsbanner. Klären Sie, wer Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Einwilligung technisch einbindet und wer sie aktualisiert. Die inhaltliche Verantwortung bleibt bei der Kanzlei.
  5. Google-Unternehmensprofil und Verzeichnisse. Einrichtung und Pflege gehören fachlich zur Website, stehen aber oft in keinem Website-Angebot.
  6. Messung der Anfragen. Ohne Tracking von Formularen und Anrufen wissen Sie später nicht, ob sich die Investition gelohnt hat.
  7. Änderungen nach dem Livegang. Ein neuer Anwalt, ein neues Rechtsgebiet, ein Umzug: Fragen Sie, ob Änderungen enthalten sind oder nach Stunden abgerechnet werden.
  8. Der Wechsel des Dienstleisters. Was kostet es, die Website später zu einem anderen Anbieter umzuziehen? Wer diese Frage vor der Unterschrift stellt, erspart sich eine schwierige Verhandlung danach.

Ein Posten fehlt in jedem Angebot, weil ihn kein Dienstleister abrechnen kann: Ihre eigene Zeit. Für die Rechtsgebietsseiten müssen Anwältinnen und Anwälte erklären, welche Fälle sie bearbeiten, wie ein Mandat abläuft und welche Fragen Mandanten stellen. Danach prüfen und freigeben sie die Texte. Ein Angebot, das Interviews, Textentwurf und Freigabeschleifen vorsieht, spart Ihnen diese Zeit nicht vollständig, aber deutlich.

Kanzleiwebsite über drei Jahre gerechnet

Wer nur den Erstellungspreis vergleicht, vergleicht den kleineren Teil der Kosten. Wir halten das für den häufigsten Fehler bei der Auswahl, weil eine Website nach dem Livegang nicht fertig ist, sondern erst anfängt, Kosten und Nutzen zu erzeugen. Aussagekräftiger ist ein Zeitraum von drei Jahren.

Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Werten, nicht aus einem konkreten Projekt, für ein Einmalprojekt mit vier Rechtsgebieten:

Posten Annahme Drei Jahre
Erstellung Pauschale 6.000 €
Hosting und Wartung 80 € im Monat 2.880 €
Änderungen nach dem Livegang 8 Stunden im Jahr zu 95 € 2.280 €
Texte für vier Rechtsgebietsseiten extern, 400 € je Seite 1.600 €
Porträtfotos einmalig 800 €
Summe 13.560 €

Die Erstellung macht in diesem Beispiel 44 Prozent der Gesamtkosten aus. Die eigene Zeit der Kanzlei ist darin noch nicht enthalten. Ebenso wenig enthalten ist jede Weiterentwicklung: neue Seiten für Rechtsfragen, die gerade gesucht werden, die Pflege von Profilen und Verzeichnissen oder Anzeigen.

Dieselbe Rechnung lohnt sich für jedes Angebot, das Ihnen vorliegt. Tragen Sie für jedes Modell ein, was in drei Jahren anfällt, und markieren Sie, welche Leistungen im Preis fehlen. Erst dann sehen Sie, ob ein Angebot günstig ist oder nur unvollständig.

Wann ein Baukasten oder ein Einmalprojekt für Ihre Kanzlei genügt

Eine laufende Betreuung ist nicht für jede Kanzlei die richtige Lösung. Wer nur eine Website braucht, fährt mit einem Baukasten oder einem Einmalprojekt günstiger, und das ist auch richtig so.

Ein Baukasten genügt, wenn diese Punkte zutreffen:

  • Die Mandate kommen ganz überwiegend über Empfehlungen, Netzwerk oder bestehende Unternehmensmandanten.
  • Die Website soll vor allem bestätigen, dass es die Kanzlei gibt, und eine Telefonnummer zeigen.
  • Jemand in der Kanzlei hat Zeit und Interesse, die Seite selbst zu pflegen.

Ein Einmalprojekt genügt, wenn die Kanzlei eine professionelle Website braucht, die Struktur über Jahre stabil bleibt und neue Inhalte selten dazukommen. Viele etablierte Wirtschaftskanzleien arbeiten so, und das funktioniert.

Eine laufende Betreuung lohnt sich dagegen erst, wenn die Website aktiv Mandatsanfragen bringen soll. Dann ist sie kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein Kanal, der monatlich Arbeit braucht: neue Seiten zu Rechtsfragen, Pflege des Google-Unternehmensprofils, Auswertung der Anfragen. Diese Arbeit fällt auch bei einem Einmalprojekt an. Sie wird dann nur einzeln beauftragt, intern erledigt oder gar nicht.

Wann sich ein Neubau überhaupt lohnt und wann eine Überarbeitung der bestehenden Seite reicht, behandelt Was eine Kanzleiwebsite 2026 leisten muss. Worauf Sie beim Umzug achten müssen, damit bestehende Rankings erhalten bleiben, steht in Website-Relaunch für Kanzleien: So bleiben Rankings erhalten.

Was ein Angebot für laufende Betreuung klären muss

Ein Monatspreis ist nur dann gut planbar, wenn klar ist, was er enthält und was am Ende der Laufzeit passiert. Diese Fragen sollte jedes Angebot schriftlich beantworten:

  1. Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und was gilt danach? Monatlich kündbar oder automatische Verlängerung um ein Jahr?
  2. Was ist ausdrücklich nicht enthalten? Werbebudget für Anzeigen, Fotos, große Sonderprojekte.
  3. Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge? Die Domain sollte auf die Kanzlei registriert sein, nicht auf den Dienstleister.
  4. Was kostet der Wechsel? Gibt es eine Ablöse, oder wird der Umzug nach Aufwand abgerechnet?
  5. Woran wird die Arbeit gemessen? Ein monatlicher Bericht sollte zeigen, was umgesetzt wurde und wie viele Anfragen über die Website kamen, nicht nur Besucherzahlen.

Zur Einordnung, wie wir das selbst handhaben: Bei uns ist der vollständige Neubau der Website in der laufenden Betreuung enthalten, im Paket Organisches Wachstum ebenso wie im Paket Bezahlte Werbeanzeigen, ohne Startgebühr. Hosting, Wartung, Expertenprofile, Google-Unternehmensprofil und der monatliche Ausbau der Website gehören dazu. Nicht enthalten sind ein Fotoshooting für Porträts und große Sonderprojekte. Das Paket Bezahlte Werbeanzeigen ergänzt die Betreuung von Google Ads, das Werbebudget kommt hinzu und läuft auf den Namen der Kanzlei. Endet die Zusammenarbeit, ziehen wir die Website vollständig zur Kanzlei oder zu einem neuen Dienstleister um, abgerechnet nach Aufwand. Eine Ablöse gibt es nicht. Die Konditionen besprechen wir im Erstgespräch, der Leistungsumfang steht auf der Seite zur Website für Anwälte.

Über drei Jahre ist dieses Modell teurer als ein reines Einmalprojekt. Es enthält aber Arbeit, die ein Einmalprojekt nicht enthält. Vergleichen Sie deshalb nicht Website mit Website, sondern Website plus die Arbeit, die Sie ohnehin einkaufen oder selbst leisten müssten. Welches Budget bei Anzeigen sinnvoll ist, hängt von Rechtsgebiet und Region ab, wie in Google Ads für Kanzleien beschrieben.

Häufige Fragen

Häufige Fragen
  • Was kostet das Hosting einer Kanzleiwebsite?

    Reines Hosting für eine Kanzleiwebsite kostet nach unserer Einschätzung meist einen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobetrag im Monat. Teurer wird es durch Wartung: Updates, Sicherheitskontrollen, Backups und schnelle Hilfe bei Störungen. Achten Sie im Angebot darauf, ob nur der Speicherplatz oder auch diese Leistungen enthalten sind, und wer bei einem Ausfall am Wochenende reagiert.

  • Wie lange hält eine Kanzleiwebsite, bevor ein Relaunch nötig wird?

    Nach unserer Erfahrung wird eine Kanzleiwebsite alle vier bis fünf Jahre grundlegend erneuert. Anlass ist selten das Design, sondern meist Technik, die sich nicht mehr sinnvoll aktualisieren lässt, oder eine Struktur, die neue Rechtsgebiete und Profile nicht mehr aufnimmt. Wer die Website laufend weiterentwickelt, verschiebt diesen Zeitpunkt, weil Struktur und Technik mitwachsen.

  • Was passiert mit meiner Website, wenn ich den Dienstleister wechsle?

    Das hängt allein vom Vertrag ab, deshalb sollten Sie es vor der Unterschrift klären. Wichtig sind drei Punkte: auf wen die Domain registriert ist, wer die Nutzungsrechte an Texten, Bildern und Design hat und was der Umzug kostet. Wir arbeiten auf unserer eigenen technischen Grundlage und ziehen die Website bei Vertragsende vollständig zur Kanzlei oder zu einem neuen Dienstleister um, abgerechnet nach Aufwand und ohne Ablöse.

  • Was kostet eine Kanzleiwebsite mit Google Ads zusätzlich?

    Bei uns ergänzt das Paket Bezahlte Werbeanzeigen die Betreuung der Website um Google Ads: Kampagnenaufbau, Anzeigen, Landingpages und laufende Optimierung. Das Werbebudget kommt hinzu und läuft auf den Namen der Kanzlei. Die Konditionen besprechen wir im Erstgespräch. Welches Budget sinnvoll ist, hängt von Rechtsgebiet und Region ab, wie in unserem Beitrag zu Google Ads für Kanzleien beschrieben.

  • Wie lange dauert die Erstellung einer Kanzleiwebsite?

    Bei uns dauert der Aufbau einer Kanzleiwebsite drei bis vier Wochen und liegt in den ersten beiden Monaten der Zusammenarbeit. Die erste Woche gehört Strategie, Seitenstruktur und Rechtsgebieten, danach folgen Bau und Inhalte, zuletzt Tests und Livegang. Den größten Einfluss auf die Dauer hat die Kanzlei selbst: Wie schnell Informationen zu Rechtsgebieten und Profilen vorliegen und Texte freigegeben werden, bestimmt den Termin stärker als die Technik.

Dieser Beitrag behandelt Kosten und Aufbau von Kanzleiwebsites und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Marktpreise sind Schätzwerte (Stand Oktober 2026), das Rechenbeispiel beruht auf frei gewählten Annahmen. Tatsächliche Kosten hängen von Umfang, Anbieter und Region ab.

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Unverbindlich · ca. 30 Minuten · direkt mit Jan Niklas Hauck